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Das Kulturwunder im Osten Deutschlands - Ausstellung

06.04.17 - 14.05.17

Rückblicke und Perspektiven

Kultur hatte im ersten ‚Arbeiter- und Bauernstaat’ auf deutschem Boden einen hohen Stellenwert. Mit Gründung der DDR sollte mit dem Programm einer zentral gesteuerten Bildungs- und Kulturpolitik das Land in eine neue Gesellschaftsordnung gelenkt werden. Dafür sollten ‚allseits gebildete Persönlichkeiten’ mit einem sozialistischen Bewusstsein in Betrieben, Schulen, Universitäten, aber auch in Kulturhäusern heranwachsen. Nach dem Motto: Kultur für die breite werktätige Masse. Und der Staat ließ es sich was kosten. Zu den 80 Theatern und 80 Orchestern in dem kleinen Land kamen im Lauf der Jahre rund 1200 Klub- und Kulturhäuser hinzu. Meist angesiedelt in unmittelbarer Nähe von industriellen und landwirtschaftlichen Großbetrieben. Ein nahezu flächendeckendes Angebot wie sonst nirgends in Europa. Statt ‚Wirtschaftswunder’ im Westen ein ‚Kulturwunder’ im Osten Deutschlands.

Mit dem industriellen Abbau nach der Wende verloren die meisten dieser Häuser ihre finanziellen Träger. Das neue Motto lautete nun: Kultur muss sich rechnen. Viele der Häuser wurden geschlossen und dem Verfall preisgegeben. Aber einige haben dank der Übernahme von Gemeinden und kleineren Städten und der Initiative von Vereinen überlebt.

Fernab der üblichen Freund-Feindbild-Kategorien wagt die Ausstellung in Rückbesinnung auf dieses europaweit einmalige Phänomen der Kulturhäuser im Osten „einen Blick zurück ohne Zorn“.

Kuratoren: Helga Storck, Peter Goedel, Pierre Wilhelm


Der Kulturpalast der Maxhütte in Unterwellenborn, Thüringen

VERNISSAGE
Mi. 5.4.2017
19 Uhr

Eintritt frei

Ausstellung
5.4. – 14.5.2017
Galerie
Di. - So. 16 - 20 Uhr

Geschlossen am Karfreitag, 14.4.,
Ostersonntag, 16.4. und Ostermontag, 17.4.

Eintritt: 4,- €
Ermäßigt: 2,- € 

Begleitprogramm:

VERNISSAGE
Mi. 5.4.2017
19 Uhr

Eintritt frei

Vernissage
Mit Präsentation einer Auswahl aus dem druckgrafischen Werk von Uwe Pfeifer, 1947 in Halle/Saale geboren. Ein repräsentatives Beispiel dafür, wie Kulturhäuser die Lebensläufe geprägt haben. Angeregt durch den Kindermalzirkel im Kulturhaus hat er später an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig bei Wolfgang Mattheuer und Werner Tübke studiertund ist mittlerweile ein anerkannter Künstler geworden. Mit mehrfachen Auszeichnungen und Preisen.

 

Filmabend
Do. 6.4.2017
19 Uhr

Eintritt: 5,- €

Dokumentarfilm Klubhaus VEB Chemische Werke Buna
Mit einem Dokumentarfilm über eines der traditionsreichsten Kulturhäuser, dem Klubhaus des VEB CHEMISCHE WERKE BUNA, erinnern die Filmemacher an jenes denkwürdige Kulturexperiment aus DDR-Tagen. Mit Berichten von Zeitzeugen, umfangreichem bisher unveröffentlichtem Archivmaterial und lebendigen Einblicken in die Arbeit derer, die in diesem kulturellen Umfeld tätig waren, lassen sie eine ganze Epoche filmisch wieder aufleben.

„Eine so differenzierte Sicht auf die Vergangenheit findet man im Film sonst kaum.“ (Berliner Zeitung)


Das Klubhaus der ehemaligen Buna-Werke

In Anwesenheit der Filmemacher Helga Storck und Peter Goedel.

 

Lesung
Mi. 12.4.2017
19 Uhr

Eintritt: 8,- €

Lesung Volker Braun
Volker Braun, 1939 in Dresden geboren, zählt neben Christa Wolf, Heiner Müller und Peter Hacks zu den bekanntesten Autoren aus der ehemaligen DDR. Er erhielt zahlreiche Preise, unter anderen 2000 den Büchner-Preis. Volker Braun liest aus der bei Suhrkamp erschienenen Erzählung „Die hellen Haufen“, eine Geschichte über einen imaginierten Aufstand der Mansfelder Kumpel gegen die „Treuhand“, in der sich in einem fiktiven Spiel die Bauernaufstände um 1525 und die Märzkämpfe in Mitteldeutschland von 1921 verweben.

 

Filmabend
Mi. 19.4.2017
19 Uhr

Eintritt: 5,- €

Filmdokumentation
Aufzeichnung einer Veranstaltung der Deutschen Akademie der Künste im Buna-Klubhaus zum 50. Jahrestag der Oktoberrevolution mit Ernst Busch und Helene Weigel, Konrad Wolf und Arnold Zweig.

Eine andere Zeit. Ein halbes Jahrhundert her.

 

Vortrag
Do. 27.4.2017
19 Uhr

Eintritt: 5,- €

„Zur Architektur des Kulturhauses“.
Beamer-Präsentation des Architekten Felix Matschke, der sich mit einer Masterarbeit über Kulturhäuser qualifiziert hat, sowie Ausschnitte aus einem Dokumentarfilm über das Städtebauprogramm der DDR am Beispiel von Eisenhüttenstadt, der ersten sozialistischen Stadt auf deutschem Boden.

 

Filmabend
Do. 4.5.2017
19 Uhr

Eintritt: 5,- €

„Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui“

 

Filmabend
Do. 11.5.2017
19 Uhr

Eintritt: 5,- €

Der geteilte Himmel

 

FINISSAGE
So. 14.5.2017
19 Uhr

Eintritt frei

Finissage mit Podiumsdiskussion zur Kulturpolitik

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