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Premiere! Die Jubiläums-Produktion "La Cenerentola" von Rossini kommt am heutigen Donnerstag, 22. Juni, auf die Bühne! 

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Tel. 089-82 92 90 79
                                                            

Shanghai - Die Erfindung der Zukunft

04.12.13 - 19.01.14

Ausstellungen, Filme, Gespräch in der Pasinger Fabrik Galerie 1-3, Lichthof/Bar 

Eröffnung am 04.12.2013
durch OB Christian Ude

 

Shanghais große Zeit, die 1930er Jahre, war Ausgangspunkt vieler Geschichten und Mythen des Nebeneinander- und Miteinanderlebens von Ost und West, wie es sich am deutlichsten im Mythos des „Last Exit Shanghai“ der europäischen Juden, vor allem der deutschen und österreichischen im Exil, ausgedrückt hat.

In den 1990er Jahren stand dann Shanghai im Zentrum urbaner Fantasien, etwa durch den atemberaubenden Wolkenkratzer-Boom im Stadtteil Pudong. Erst der Fall der New Yorker Türme des World Trade Centers 2001 nahm dieser Euphorie ihre Naivität. 2007 widmete die Zeitschrift KUNSTFORUM International dem Phänomen Shanghai eine Schwerpunktnummer unter dem Titel „ Shanghai – die Erfindung der Zukunft“.

Wie positioniert sich heute, sechs Jahre später, nach den globalen Einbrüchen durch Megakrisen, wie der durch die Insolvenz von Lehman Bros. 2008 ausgelöste, diese Stadt in ihrer Selbstdarstellung und wie ist dies in der Kunst reflektiert?

Das Schwerpunktprogramm „Shanghai“ im Dezember 2013 / Januar 2014 geht dieser Frage nach und hat daher den Titel von KUNSTFORUM Nr.183, „ Die Erfindung der Zukunft“, zitierend übernommen. In Ausstellungen mit Künstlern aus Shanghai und aus dem bayerischen Raum sowie einer Podiumsdiskussion mit Kultur- und Stadtentwick- lungsexperten unter der Leitung des Publizisten und Sinologen Tilman Spengler wird die Frage nach der heutigen Bedeutung von Shanghai untersucht.

Durch die Übernahme eines Teils der großen Ausstellung, die das Ludwig Museum in Koblenz der Photokünstlerin, Videofilmerin und Medienprofessorin an der renom- mierten Tongji Universität, der in Shanghai und in München lebenden Xiao Hui Wang Ende letzten Jahres unter dem Titel „Introspection“ bereitet hatte, wird dieser Blick auf die generierende Kraft von Shanghai gerichtet  - auf das der Vergangenheit mit ihrer Serie „Shanghai Women“, auf das der Gegenwart durch „Shanghai Street Lights“ und das auf die Zukunft durch ihre „Nano Photography“ – flankiert durch die Arbeiten der Photokünstlerin Shi Jiongwen und des Photokünstlers Wan Xia sowie die Filme der bekannten Dokumentarfilmers Wang Wo und zwei eindrucksvolle Dokumentarfilme über Wei Wei. Den Arbeiten der chinesischen Künstler stehen gegenüber, als einem ganz anderen Blick, der photographische Zyklus „Shanghai Camera Painting“ des Photokünstlers Gregor M. Schmid aus Gauting, präsentiert von dem Direktor des Museums für Neue Kunst im ZKM, dem Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe, Andreas F. Beitin.

Der Blick wird auch gerichtet auf Person und Werk von Ai Weiwei, denn seit seinen Interventionen bei der documenta 12 in Kassel 2007 und in München im Haus der Kunst 2010 mit "So Sorry"  hat er auch für die Deutschen eine Schlüsselrolle inne im Dialog der Kulturen, dem sich Shanghai immer wieder öffnet.

Das Programm wurde geplant und wird geleitet von den beiden Münchner Kuratoren Alexandra Grimmer und Elmar Zorn, die auch die Ausstellung der Maler und Bildhauer des Shanghaier Museums SPSI im Jahre 2012 in die White Box der Kultfabrik nach München brachten.

 

Diskussion: Die Erfindung der Zukunft?
Achtung

19. Januar 2014, 19.00 Uhr Galerie 1
Eintritt frei

In einer Podiumsdiskussion mit Kultur- und Stadtentwicklungsexperten unter der Leitung des Publizisten und Sinologen Tilman Spengler wird ausgehend von der Stadt Shanghai die Frage nach der heutigen Bedeutung von Megacities und die Entwicklung der urbanen Kultur untersucht.

Dr. Tilman Spengler, Moderation 1 (Sinologe, Autor, TV-Moderator), Ambach und Berlin
Dr. Elmar Zorn, Kurator, 2. Moderation, München
Prof. Xiao Hui Wang, Künstlerin und Leiterin des Instituts für Neue Medien an der Tongji Unviersität, Shanghai und München
Prof. Dr. Wolfgang Nethöfel, :"Wirtschaftsethiker, Theologe ( Frankfurt a.M. )"
Markus Heinsdorff,  Bildhauer ( Erbauer des Bambus-Pavillons der EXPO Shanghai ), München und Shanghai
Dr. Alexandra Grimmer, Kuratorin, München und Peking
Thomas Schirmböck, Direktor Fotomuseum Zephyr, Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim
MMag. Alice Schmatzberger, Publizistin Wien, Bloggerin zur zeitgenössischen chinesischen Kunstszene

 

Filmreihe Shanghai in der Pasinger Fabrik

aus der Li Xianting Film Foundation/ der Li Xianting Film Fond. Diese wurde am 6. Oktober 2006 ins Leben gerufen und wird von dem Kunstkritiker Li Xianting unterhalten und ist die erste non-Profit Forschungsplattform für den chinesen unabhängigen Film. Aufgaben des Fonds sind das Sammeln, der Aufbau einer Datenbank, die Organisation von Film Festivals und von akademischem Austausch, sowie die Unterstützung von jungen, talentierten Regisseurinnen und Regisseuren. Forschung und Veröffentlichung sind weitere wichtige Gebiete.

Der Li Xianting Film Fond besteht aus vier Teilen: Das Li Xianting Film Archiv (seit 2006), Die Li Xianting Film Schule (seit 2009), das Independent Film Festival in Peking (seit 2006) und das chinesische Dokumentarfestival (seit 2003).

 

 Sonntag 15.12.2013, 20.00 Uhr

“The Crab House

2012, Dauer: 1 Stunde, Color/Stereo/16:9, Chinese Mandarin, OmeU
Regie:Ai Weiwei
Kamera:Zhao Zhao, Guo Ke, Xie Zhenwei, Yang Xiantao
Ai Weiwei Studio 2012

„The Crab House“ ist ein Dokumentarfilm über die Zerstörung von Ai Weiweis Ateliers in Shanghai. „He Xie“: das Wort für Flusskrebse, hat im Chinesischen dieselbe Aussprache wie „Harmonie“, was gleichzeitig die beschönigte Umschreibung für Zensur in China ist.

 

Dienstag, 17.12.2013, 20.00 Uhr

 “Wenchuan Rebar  2008-2012

2012, Dauer:18 min, Color/Stereo/16:9, Mandarin und Sichuan Dialekt mit englischen Untertiteln
Producers: Ai Weiwei
Regie: Ai Weiwei
Kamera: Zhao Zhao, Guo Ke
Ai Weiwei Studio 2012

Die Hintergründe zu den katastrophalen Auswirkungen des Sichuan Erdbebens

“So Sorry

2011, Dauer: 55 min
Benannt nach Ai Weiweis Ausstellung im Haus der Kunst München 2009, zeigt die Anfänge der Spannung zwischen ihm und der chinesischen Regierung. Der Film zeigt die Ermittlungen, die Ai Weiwei anstellte, um die Namen der bei dem Erdbeben am 12. Mai 2008 in Sichuan verunglückten Schulkinder zu erfahren.
Regie: Ai Weiwei
Kamera: Guo Ke, Li Wake, Zhang Jun, Zhao Zhao
Ai Weiwei Studio 2011

 

Sonntag, 12.01.2014, 20.00 Uhr

"OUTSIDE" von Wang Wo

2005, Dauer:78 Minuten, Created by:Wang Wo
Das Material zu dem Film wurde in Peking von 2001-2005 gefilmt. Der Film wurde in mehreren Teilen, nach Vorkommnissen in den Straßen von Peking zusammengestellt. Es gibt so viele Dinge, die wir sehen und hören können, die über unsere Vorstellungen hinausgehen. Was sehen und hören wir wirklich? Was denken wir darüber?

Die Dinge fangen leichtsinnig an und enden auch so, mein Blick durch die Kamera ist dazu da sie aufzunehmen.

 

Sonntag 19.01.2014, 20.00 Uhr

„Shanghai Triad“

1995, Regie: Zhang Yimou, Länge 103 Minuten
Mit Gong Li in der Hauptrolle
Hintergrund von diesem Film ist das Shanghai der 20er Jahre, der damaligen Metropole des fernen Ostens.

Eintritt jeweils: 5,-- €

Xiaohui Wang, Early Temptation No.6
Shi Jiongwen, 2013.5.10-1
Gregor Schmid, Nanjing Road, Pedestrians
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