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Erreger

27.01.18

von Albert Ostermaier

Wie real ist der Virus im System eines Menschen, der in der virtuellen Welt der Börsenmonitore lebt? Wie fiktional wird ihm die Welt, wenn ihm seine Realität, sein täglicher Hochleistungssport im Parkett des Börsensaals entzogen wird? Ein Trader gerät urplötzlich in Quarantäne: »ich bin einfallsreich kreativ jung skrupellos hoch motiviert die Gesellschaft kann es sich nicht leisten mich zu verlieren.« Der Börsenmakler findet sich in einem hermetisch abgeriegelten, aber permanent observierten Zimmer wieder. Aufstieg und Fall, Bullen- und Bärenjagd, Halten und Abstoßen durchlaufen die Reflexionen, die eine scharfe Trennung seiner Welten zu keinem Moment zulassen.

In "Erreger" geht es um den alltäglichen Wahnsinn und den Alltag des Wahnsinns unserer Geldgesellschaft. Kaum weiß der Mann noch, was Realität, was Fiktion ist. Das Leben ein Börsentraum. Oder war da auch mal ein anderes, ein wirklicheres Leben? Während er unter seiner Schädeldecke die brummenden Wespen der virtuellen Erregung zu spüren vermeint, glaubt er sich von einem Computervirus befallen. Doch der Zuschauer ahnt von Anfang an: Der Mann selbst und seine Lebensweise sind der "Erreger".

Es spielen Andreas Berner, Holger Jerzembek, Ali Akbaba

Regie von Evelyn Plank

Eine Veranstaltung des Münchner Heldentheaters

Theater
Fr. 26. und Sa. 27.1.2018
Je 20 Uhr
Kleine Bühne

Eintritt: 18,- € (zzgl. Gebühren)
Ermäßigt: 12,- €

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