Oper LUISA MILLER von VERDI
 14.06. - 19.08.2018

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Kasse und Reservierungen:
Di - So, 17.30 - 20.30 Uhr
Tel. 089-82 92 90 79
                                                        

8. BrandlochFest 2014

23.05.14 - 25.05.14

BRANDLOCH – DIE AUS DER REIHE TANZEN …

Das Brandloch-Projekt ist 10 Jahre alt: 2004 – 2014!

Im Brandloch wieder entdeckt : Vergessene Schriftstellerinnen und Schriftsteller der verbotenen Literatur – Schätze vergangener Zeiten, Schätze für Heute …

So und ähnlich lauteten die Ideen vor 10 Jahren für das Vorhaben Brandloch als Arbeitskreis der Münchner Gruppe des VS – Verband deutscher Schriftsteller in Verdi. Den Anstoß gab Sylvie Bantle, nachdem sie dem Büchersammler Georg P. Salzmann im März 2004 begegnet war und ihn daraufhin in seinem Bücherhaus besucht hatte.

Das Augenmerk richtete sich auf die weniger bekannten oder nahezu vergessenen Schriftstellern/Innen der verbotenen und verbrannten Literatur im Dritten Reich. Mit jeder kleinen Errungenschaft wuchs die Neugier. Gefunden wurden Persönlichkeiten, die damals aus der Reihe tanzten, nämlich Kritik übten und vor dem Nationalsozialismus warnten. Ihre Stimmen waren laut, doch waren es zu wenige, die sie hörten und begriffen.

Solche gibt es noch heute, ihre Stimmen sind laut, sie werden gehört – werden es genug sein, die begreifen?

Wie man aus der deutschen Geschichte weiß, hat uns das Jahr 1933 ein Brandloch hinterlassen – und genau darum geht es in diesem Projekt: Dieses Loch zu erkunden.

Längst ist das Projekt über die Erinnerungsaktion und das rein Literarische hinausgewachsen. Die Buntheit der Akteure, die sich jedes Jahr neu gruppieren, verrät Aktualität und Dringlichkeit. Das Projekt versteht sich als eine Art Entdeckungsreise, die sich alljährlich fortsetzt – poetisch, komplex, mit allen Freiheiten zu denken und zu fühlen. Ungewöhnliche Einsichten und tiefgreifende Elemente persönlicher Erfahrungen in Auseinandersetzungen während der Projektarbeit erzeugen den Stoff weiterzumachen.

Die Sinne ansprechen, das Eigene in Resonanz bringen mit diesem ungeliebten Kapitel deutscher Vergangenheit, neue Perspektiven ausloten, so auch genauer die Ereignisse der Gegenwart untersuchen. Nicht nur wissen, sondern auch fühlen, was geschah und was heute geschieht, Vergangenheit und Gegenwart in Dialog treten lassen, persönlich angeregt von Fundstücken aus dem Brandloch eine poetische Aneignung zu wagen.

Das Brandloch ist das Symbol für die Beweggründe, Verlorenes wieder aufzuspüren. Dies können neben dem ursprünglichen Motiv ebenso andere Verluste bedeuten, wie verleugnete Ahnen, wie durch Krieg und Zensur des NS-Regime gesäte Emotionen, die bis heute ihr Unwesen treiben. Nachgeborene nehmen ein schwer zu benennendes Unbehagen wahr und fangen wieder an, alten Fragen neu nachzugehen. Das Thema ist noch lange brand-aktuell und bleibt spannend: Vergessen, Erinnern, kollektives Trauma, Wurzeln, Heimat, nationale Identität, Freiheit der Gedanken?

Wie ist eine Gesellschaft beschaffen, die Monster hervorbringt? Welche Verantwortung trägt jeder Einzelne für eine friedliche Zukunft in einer gerechten Welt? Und: Was hat die Vergangenheit mit uns heute noch zu tun?

8.BrandlochFest
Fr 23. bis So 25.Mai 2014

Programm im Überblick

Fr 23.5.2014, 20.00: Eröffnung 8.BrandlochFest_2014
Kostprobe Tanztheater Performance SoundMovers
Theaterstück »Die Blüten, sie bluten« – eine schwarzromantische Collage 

 

Sa 24.5.2014, 20.00: »Die Tochter einer Straßendirne«
Multimediale Performance

           

So 25.5.2014, Matinee 11.30: »Das Brandloch«
Film mit anschl. Diskussion

           

So 25.5.2014, 20.00: »Brandloch Projektlabor«
Tanz & Text Performance
Tanztheater Performance SoundMovers

Vor jeder Veranstaltung die VideoCollage »Gesichter-Schicksale« zum Einlass

Nach jeder Veranstaltung geselliger Austausch im Restaurant

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