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Liebe und Tod umspannen das Seelendrama um die Edelkurtisane Violetta Valéry. Auf einem ihrer rauschenden Feste verliebt sich Violetta in Alfred Germont, einen jungen Mann aus gutem Hause. In selbstloser Liebe versucht sie mit ihm ein neues Leben auf dem Land zu beginnen. Doch die Diskrepanz ihrer gesellschaftlichen Stellungen macht diese Liebe unmöglich…
Die unglaublich romantische, auf einer wahren Begebenheit basierende Liebesgeschichte zwischen Violetta und Alfred fasziniert ebenso wie das vermeintlich schicksalhafte Ausgeliefertsein der Figuren an die gesellschaftlichen Normen.

Mit der ersten „opera seria“ seiner jungen Geschichte, beschreitet das Pasinger Ensemble mutig neue Wege. A.P. Heinzmann: „Meine Vision, aus der großen Form eine Kleine zu erstellen, unter Beibehaltung der großen emotionalen und musikalischen Komponente ist das Leitmotiv unserer künstlerischen Arbeit. So ist die Erweiterung unseres Repertoires eine logische Konsequenz des bisherigen erfolgreichen Weges. Ob in einer Komödie, oder einem Drama, erzählte Wirklichkeit bleibt der Weg.“

Pressestimmen
Große Gefühle auf kleiner Bühne
Premiere von La Traviata reißt Publikum zu Begeisterungsstürmen hin.
Im Melodram vom braven Bürgersohn und der todkranken Schwindsüchtigen hechtete Münchens kleinstes Opernhaus mit Riesensätzen endgültig aus den Kinderschuhen. Den suggestiven Verführungskünsten des Verismo-Komponisten, pfiffig inszeniert unter Reduktion der Mittel, aber ohne Qualitätsverlust erlagen die Zuschauer an den Bistrotischen wehrlos. Oder den Zaubertönen von Solovioline und Klarinette. Auch dem einfühlsamen Mini-Orchester von Andreas Pascal Heinzmann, das die Sänger geradezu umschmeichelte.
Doris Sophia Heinrichsen analysiert ihre Personen mit sparsamen Gesten voll Symbolkraft und da und dort hingetupften Requisiten, die in den Köpfen der Zuschauer Assoziationen wie Filmsequenzen abrufen.
Münchner Merkur, Würmtal, 26. / 27.06.2010
Erstmals weicht „Münchens kleinstes Opernhaus“ in der Pasinger Fabrik von der Komödien-Schiene ab und wagt sich an eine musikalische Tragödie. Und zwar an eine der beliebtesten Opern überhaupt: Verdis „La Traviata“. Das gelang erstaunlich gut, denn Regisseurin Doris Heinrichsen erzählte die Geschichte der „vom rechten Weg Abgekommenen“, so der Titel, in einem schlichten, trotzdem wandelbaren Bühnenbild als eine sehr heutige. Herzzerreißend der Moment am Ende, wenn die „Kameliendame“ Violetta statt eines Bildes von sich ihrem geliebten Alfred zum Abschied eine verwelkte Kamelie anvertraut, bevor sie in trügerischer Seligkeit an der Schwindsucht stirbt.
Süddeutsche Zeitung, 28.06.2010
Große Oper ganz klein – geht das überhaupt? In der Pasinger Fabrik ist alles möglich, so auch Verdis „La traviata“ mit sieben Sängern und zehn Musikern. Liebe und Verzweiflung sind zeitlos. Und so rückte Doris Sophia Heinrichsen Dumas’ Geschichte von der Kurtisane und ihrem bürgerlichen Liebhaber sanft ins Jetzt. In Sophia Heinrichsens komprimierter Inszenierung rückt das tragische Liebespaar hautnah an den Zuschauer heran. Der erlebt eindringlich die von der Regie forcierte Wandlung der Violetta von der kühl-kalkulierenden, oberflächlichen Käfig-Tänzerin im schwarzen Mini zur zartfühlenden Liebenden in weißem Leinen.
Münchner Merkur, 26. / 27.06.2010
Violetta stakst im Cocktailkleidchen auf hohen Hacken, hüpft in einen Vogelkäfig, um sich lasziv an einer Stange zu räkeln … Dafür sorgt die einsatzfreudige Crew für wunderbar intime Momente. Die berechnend-spröde Traviata (…) wird langsam zum liebenden Weib, Alfred (…), ein verwöhnter Teddybär aus gutem Hause singt sich (…) die Seele aus dem Leib. Dass Verdi mit nur fünf Streichern und fünf Bläsern auf Diät ist, tut der Wirkung eh keinen Abbruch. Im Gegenteil: Mit seinen flexiblen Musikern kann Andreas Pascal Heinzmann blitzschnell zwischen Verdi-Ramtamtam und verführerisch zarten Momenten pendeln.
Abendzeitung, 30.06.2010

Musikalische Leitung: Andreas Pascal Heinzmann
Inszenierung: Doris Sophia Heinrichsen
Arrangement: Felix Leuschner
Ausstattung: Eva Lüps & Erwin Kloker
Licht: Jo Hübner
Besetzung:
Violetta Valéry:
Maria Anelli, Nina Charlotte Laubenthal, Ikumu Mizushima
Alfred Germont:
Rafael Cavero, Attilio Glaser, Michael Gniffke
George Germont, sein Vater:
Felix Bruder, Jens Müller
Flora Bervoix / Annina:
Maria Helgath, Annette Lubosch
Gaston, Vicomte von Letorière:
Stefan Kastner, Laurent Martin
Baron Duphol:
Philipp Gaiser, Johannes Green
Doktor Grenvil:
Sven Fürst, Markus Paul
Korrepetition: Tonio Shiga, Martin Steinlein
Regieassistenz: Anna Dietrich, Julia Dippel
Produktionsassistenz: Caroline Hardy
Ausstattungsassistenz: Sylvia Kellner
Produktionsleitung: Carina Uhle
ES SPIELT DAS 10–KÖPFIGE ORCHESTER VON MÜNCHENS KLEINSTEM OPERNHAUS.
Violine 1:
Julia Mangold, Regine Nosske, Katrin Wollenweber
Violine 2:
Adelheid Ettl, Juan Roqué-Alsina
Viola:
Regina Dominguez-Nieto, Gertrud Rudhart, Veronika Stross
Violoncello:
Thomas Wollenweber, Aniko Zeke
Kontrabass:
Maximilian Fraas, Juan Sebastian Ruiz
Flöte:
Christiane Steffens, Jörg -Oliver Werner
Oboe:
Isabel Evers, Andrea Kempff, Susanne Schlusnus
Klarinette:
Christophe Gördes, Oliver Klenk, Andrea Steinberg
Fagott:
Ruth Gimpel, Elisabeth Mauerhofer, Nicola Walde
Horn:
Amit Salomon, Peter Ternay, Tomas Topolski
Dirigent:
Andreas Pascal Heinzmann
Gastdirigent:
Martin Steinlein

VORSTELLUNGEN - BEGINN 19.30 UHR:
24./25. JUNI
1./ 2. / 3. / 4. / 8. / 9. / 22. / 23. / 24. / 25. / 29./ 30./ 31. JULI
1. / 7./ 8. / 12/ 13./ 14/ 15./ 18. /19./ 20./ 21./ 22. AUGUST
OPEN AIR IN SCHLOSS BLUTENBURG – BEGINN 20.00 UHR:
14./15./16./17./18./19. JULI
(Vorverkauf für die Vorstellungen in der Blutenburg nur an der Kasse der Pasinger Fabrik.)
OPEN AIR AUF DER PRATERINSEL - BEGINN 20.00 UHR:
4./ 5./ 6. AUGUST

Eine Veranstaltung der Uhle u.a. GbR „Traviata“.