Susanne Ortner-Roberts – Klarinette
Tom Roberts – Klavier
„…ein Paar, das sich wahrhaft blind zu verstehen scheint und so perfekt zusammenspielt, dass auch nie der Hauch einer Unsicherheit aufkommt.“
Augsburger Allgemeine Zeitung
Die deutsche Klarinettistin Susanne Ortner-Roberts und ihr amerikanischer Ehemann und Pianist Tom Roberts schöpfen ihre Inspiration und ihr Repertoire aus einer Myriade verschiedener Quellen aus aller Herren Länder. Bei ihrem aktuellen Konzertprogramm “Revisited” wird teilweise auf Klassiker ihres Debut-Albums “A Trip to America“ – A Yiddish/Creole Fusion zurück gegriffen. Doch neben Klezmer und Harlem Stride finden Swing, Calypso, Gipsy, Tango, Rembetika und die Pariser Valse Musette Platz im musikalischen Reisekoffer der Roberts und werden in raffinierten Arrangements gekonnt durcheinander gemischt. Beliebte Ohrenschmeichler präsentieren sich in neuem farbenfrohem Gewand. Abstruse und fast vergessene musikalische Juwelen aus vergangenen Zeiten werden entstaubt und auf Hochglanz poliert.
Auch taucht das Duo tief ein in die Jazz-Era der 20er – 40er Jahre, wenn die legendären „Small Groups“ von Benny Goodman, Jelly Roll Morton, Artie Shaw und Sidney Bechet in akribisch genauen Reproduktion zu neuem Leben erweckt werden und die schwüle und süße Trägheit New Orleans atmen lassen oder aber den Glanz eines blanken Tanzbodens in Chicago oder New York City herauf beschwören.

„Unglaublich, dass ich nur zwei Musiker höre! Wo versteckt sich das Orchester?“
F. Newman, Senior Director for A&R Columbia Records, Sony
Die beiden Ausnahme Musiker scheinen bei ihren kunstvollen Arrangements und Interpretationen die Möglichkeiten des offenbar begrenzten Duo-Formats zu sprengen.
Toms Gebrauch der orchestralen Techniken herrührend vom Harlem Stride und Susannes immense Klang- und Ausdrucksvielfalt auf der Klarinette erzeugen die Illusion eines mehrköpfigen Orchesters.
Dies gepaart mit einer fast unverschämten Virtuosität auf dem jeweiligen Instrument, einer beinahe schmerzenden Intensität, und einem Stilempfinden, das seinesgleichen sucht, sorgt für einen Konzertgenuss, der verzaubert und mitreißt.
Selten kann man so viel Enthusiasmus beim Spielen erleben wie beim Ortner-Roberts Duo Augsburger Allgemeine Zeitung
Tom Roberts, ehemals Pianist von Vince Giordanos Nighthawks in New York City sowie sechs Jahre lang Pianist und musikalischer Leiter von Leon Redbone, tourt nach wie vor weltweit mit Jazzbands wie der Original Dixieland Jazzband (New Orleans) oder der Louisiana Repertory Jazz Band. Er komponierte eine Reihe von Titeln für Wynton Marsalis and The Jazz Lincoln Center Orchestra, konzertierte in der legendären Carnegie Hall New York City und in Johnny Carsons´ Tonight Show und konzertierte mehrfach zusammen mit Dick Hyman bei den renommierten Jazz In July series at New York’s 92nd St. Y. Er gilt als führender Vertreter des akrobatischen Solopianostils Harlem Stride.
Susanne Ortner-Roberts, bekannt für ihr ausdrucksstarkes Klarinettenspiel besonders durch das Augsburger Klezmerquartett Sing Your Soul, hat sich mittlerweile auch in den USA einen Namen gemacht – sowohl durch ihr ausgefeiltes Klezmerspiel, als auch durch ihre authentischen Interpretationen früher Jazzklarinettisten wie Bechet, Shaw, Goodman oder Johnny Dodds.
Susanne und Tom trafen 2006 in Pittsburgh, Pennsylvania auf einem Gig aufeinander. Nachfolgend erarbeiteten sie ein gemeinsames Konzertrepertoire, das anfänglich zwei anscheinend nicht verwandte musikalische und kulturelle Stile verschmolz: Harlem Stride Piano und Klezmer. Der Antrieb hierfür war nicht etwa eine politische oder soziologische Agenda, sondern allein die Liebe zu den jeweiligen musikalischen Fachgebieten und der Wunsch beide künstlerischen Persönlichkeiten in ein geschlossenes Ganzes zu bringen.
„… eine Gänsehaut erzeugende Verschmelzung von Klezmer und Kreolen Magie, die die Vermählung zweier Traditionen erschafft, bei welcher beide Traditionen - obwohl ineinander verschlungen - ihre eigene Identität bewahren.”
Renée Silberman in einer Konzertberichterstattung, London/Ontario (CANADA)
Musikalische Verbindungen zwischen den beiden Genres ließen sich aber bald zuhauf entdecken – auf alten Schellackschallplatten. Die „78th“-Sammlung im Roberts-Haushalt - samt Grammophon versteht sich – wird wohl die 1000 übersteigen und ist im ständigen Wachstum begriffen.
Und so wird geschwelgt, transkribiert und ein kunstvolles Netz aus den unterschiedlichsten Fäden gewebt, das immer genug Raum lässt für spontane Improvisationen und Variationen.
Seit seinem Bestehen, September 2007, spielte das Ortner-Roberts Duo zahlreiche Konzerte in Deutschland, den USA und Kanada.
Zur Homepage des Ortner Roberts Duo