In dem Projekt entstanden in dreizehn Jahren von 1989 - 2002
einhundertundsiebzig großformatige Acrylbilder als Gemeinschaftsbilder -
Ergebnisse einer neuen Form der Kunsttherapie, die Lo Grigat für die spezielle Situation leicht desorientierter und altersverwirrter Menschen entwickelt hat. Unterstützt wurde das Projekt vom Sozialreferat der Stadt München und der Mü / Stift.

An den Gemeinschaftsbildern arbeiteten 2 x wöchentlich je 2 Stunden zwischen 6 und 15 Teilnehmern/innen in einer Malwerkstatt in 2 Altenheimen der Stadt München.
Das gesellschaftlich relevante Projekt hat Modellcharakter. Außer dem therapeutischen Effekt, den es vorrangig bezweckte, offenbaren die Arbeiten einen künstlerischen Wert. Daraus ergab sich, dass die Werke wirtschaftlich genutzt werden konnten, sodas sich die Therapiekosten ( Honorar - und Materialkosten ) selbst getragen haben.
Das Werkstattprojekt wurde auch in 2 Radiosendungen mit verschiedenem Schwerpunkt vorgestellt, u.a.von der Autorin und Filmemacherin Eva Severini.
Die Bilder wurden in mehreren öffentlichen Ausstellungen u.a. im Sozialreferat der Stadt München zum Amtsantritt des Sozialreferenten Friedrich Graffe 1994 in einer Ausstellung
gewürdigt. Außerdem wurden sie 2002 und 2006 in der Galerie des BBV in Herrsching / Ammersee gezeigt. Regelmäßig waren sie auch noch von 1990 - 2001 in der Münchner Rathausgalerie in den Dezember- Ausstellungen „ Kreativität im Alter“ zu sehen.
Ein Teil der Werke wurde verkauft und hängt in Privatsammlungen, Firmen und Institutionen. Der größte Teil der Bilder wurde der Stadt München übereignet. Die Bilder hängen als raumbestimmende Dekoration in 3 Altenheimen der Mü Stift. Sie beeinflussen dort im wesentlichen Maße die Atmosphäre in den Heimen durch ihre positive Ausstrahlung.
Inzwischen sind bedingt durch die Neubauten der zwei Altenheime der Mü Stift die großzügigen Ausstellungsflächen für die großformatigen Gemeinschaftsbilder verloren gegangen. Die Bilder sind jetzt zum größten Teil verkäuflich. Der Erlös kommt wieder sozialen Zwecken zugute.
Gerade zum jetzigen Zeitpunkt unserer jugendorientierten Gesellschaft ist es wichtig und sinnvoll, zu zeigen, das auch sehr alte Menschen sehr wohl noch kreativ sein können und vor allem " nicht übrig sein " müssen, wie eine 90 jährige Frau es mit einem dankbaren Lächeln nach einem Maltag ausdrückte.
Im Sinne des erweiterten Kunstbegriffs von Josef Beuys stellt diese gemeinsame Arbeit auf verschiedenen Ebenen eine "Soziale Plastik" dar.